Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Sa. 04.04.20
3. Sonntagsimpuls der Konfirmanden
Haike Gleede
3. Sonntagsimpuls der Konfirmanden

Der Wochenspruch steht bei Matthäus 20, 28

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“

Palmarum 2020
Es ist der Sonntag vor Ostern. Es ist der Beginn der Karwoche.
Jesu letzte Woche auf unserer Erde.
Es ist der Sonntag vor Ostern. Palmzweige lassen Gottes Geist wehen.
Eselfüße auf Leinen. Der Sand hängt in den Kleidern.
Wir sind versammelt. An unterschiedlichen Orten. Zur gleichen Zeit.
Im Glauben. Wir feiern in Gottes Namen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Das Matthäusevangelium berichtet ausführlich vom Prozess gegen Jesus
(aus Matthäus 27)

Jesus vor Pilatus

Jesus stand vor dem Statthalter Ponitus Pilatus. Der fragte ihn:
»Bist du der König der Juden?«
»Du sagst es!«, gab Jesus zur Antwort.
Aber als die führenden Priester und die Ratsältesten ihn beschuldigten, schwieg er.
Darum fragte Pilatus ihn:
»Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen?«
Aber Jesus gab ihm auf keine einzige Frage mehr eine Antwort.
Darüber war der Statthalter sehr erstaunt.
Es war üblich, dass der römische Statthalter zum Passafest einen Gefangenen begnadigte, den das Volk bestimmen durfte.
Damals gab es einen berüchtigten Gefangenen, der Jesus Barabbas hieß.
Als nun die Volksmenge versammelt war, fragte Pilatus: »Wen soll ich euch freigeben: Jesus Barabbas oder Jesus, den angeblichen Retter?«
Denn er wusste genau, dass man ihm Jesus nur aus Neid ausgeliefert hatte.

Während Pilatus auf dem Richterstuhl saß, ließ seine Frau ihm ausrichten:
»Lass die Hände von diesem Gerechten! Seinetwegen hatte ich letzte Nacht einen schrecklichen Traum.«
Inzwischen hatten die führenden Priester und die Ratsältesten das Volk überredet, es solle für Barabbas die Freilassung und für Jesus den Tod verlangen. Der Statthalter fragte noch einmal: »Wen von den beiden soll ich euch herausgeben?«
»Barabbas!«, schrien sie.
»Und was soll ich mit Jesus machen, eurem so genannten Retter?«, fragte Pilatus weiter. »Kreuzigen!«, riefen alle. »Was hat er denn verbrochen?«, fragte Pilatus.
Aber sie schrien noch lauter: »Kreuzigen!«
Als Pilatus merkte, dass seine Worte nichts ausrichteten und die Erregung der Menge nur noch größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich vor allen Leuten die Hände. Dabei sagte er: »Ich habe keine Schuld am Tod dieses Mannes. Das habt ihr zu verantworten!«
Da ließ Pilatus ihnen Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus mit der Geißel auszupeitschen und zu kreuzigen.

Epilog von Pontius Pilatus

Ich verstehe immer noch nicht, warum sie diesen Jesus von Nazareth ausgeliefert haben.
Was hat er denn getan, dass sie ihn so fürchten? Welche Macht steht hinter ihm?
Den Schwerverbrecher Barrabas musste ich freilassen.
Ich habe kein gutes Gefühl dabei. Meine Frau sagte noch zu mir, ich solle den Gerechten freigeben.
Ich frage mich, warum Jesus sich nicht verteidigt hat. Er hat bestätigt, dass er der König der Juden sei. Aber wie hat er das gemeint?
Aber ich konnte kein anderes Urteil sprechen. Die Priester haben das Volk aufgehetzt. Die ganze Stadt ist in Aufruhr. Am Ende hätten sie mich noch gestürzt und mich davongejagt. Das konnte ich nicht riskieren.
Ich weiß, dass das Urteil nicht gerechtfertigt ist, aber ich wasche meine Hände in Unschuld. Noch heute wird Jesus gekreuzigt. Ich hoffe, das Volk und die Hohenpriester beruhigen sich dann schnell wieder.

Epilog Claudia Prokula, die Frau des Pilatus

Ich bin Claudia Prokula, die Frau von Pontius Pilatus.
Ich hatte heute Nacht einen schrecklichen Traum.
Gott begegnete mir und warnte mich:
„Verurteilt nicht den Falschen, denn sonst werdet ihr es büßen! Jesus ist mein Sohn. Er ist der Gerechte und der Retter der Welt.“
Ich habe solche Angst. Pilatus hat mir gar nicht richtig zugehört.
Dabei sieht er auch, dass Jesus unschuldig ist.
Hoffentlich geht diese Sache gut aus.
Ich glaube, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist.

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Mo. 30.03.20
Sonntagsimpuls der Konfirmanden
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Sonntagsimpuls der Konfirmanden

Judika 2020

 

Psalm 43 nach Peter Spangenberg

 

Lieber Gott,

setz du dich doch bitte für uns ein

und nimm unsere Sorgen in deine Hand.

Du bist unser Gott, dir vertrauen wir uns an.

 

Lieber Gott,

mach es hell vor unseren Augen, lass uns einsehen,

was du sagst, damit wir immer wieder zurückfinden auf deinen Weg und deine Stimme im Herzen hören,

wenn du uns besuchst.

 

Lieber Gott,

lass uns immer wieder zu dir zurückfinden,

von dir geht so viel Segen aus und Vergebung.

Schenke uns deine Nähe,

denn durch dich finden wir ins Leben.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich

 

 

Der Verrat Jesu Sicht des Judas Iskarioth

 

Judas:

Ich, Judas Iskarioth, bin in Geldnot.

Ich werde zu den Priestern und Ratsherren gehen und fragen, was sie mir geben, wenn ich ihnen Jesus ausliefere. Sie bieten mir 30 Silberstücke. Das ist viel Geld. Dennoch bin ich nicht sicher, ob ich Jesus wirklich verraten sollte. Er tut viel Gutes. Die Menschen mögen ihn. Er hat nichts verbrochen.

Dennoch: ich brauche das Geld. Und wenn ich ihn nicht verrate, tut es ein anderer.

 

Sprecher:   

„Da ging Judas Iskariot, einer aus dem Kreis der Zwölf, zu den führenden

Priestern und sagte: »Was gebt ihr mir, wenn ich ihn euch in die Hände spiele?«

Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.

Von da an suchte Judas eine günstige Gelegenheit, Jesus zu verraten.“

 

Judas:                  

Ich werde ihnen sagen, wo er nach dem Passahmahl beten wird: im Garten Gethsemane. Der Bruderkuss wird das Zeichen sein.

 

Sprecher:

„Judas ging sogleich auf Jesus zu und sagte: »Sei gegrüßt, Rabbi!«, und er küsste ihn so, dass alle es sehen konnten.

Jesus sagte zu ihm: »Freund, komm zur Sache!«

Darauf traten die Bewaffneten heran, packten Jesus und nahmen ihn fest.“

 

Judas:        

Jetzt ist es geschehen. Ich führte die Soldaten in den Garten und begrüßte Jesus mit einem Kuss. Sofort kamen sie mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet und nahmen Jesus fest. Ich bin nicht sicher, ob ich richtig gehandelt habe.

 

Stille

Was habe ich nur getan? Was wird nun weiter geschehen?

Ich will das Geld nicht mehr. Ich bringe es den Priestern zurück. Mein Leben ist nichts mehr wert. Ich bin ein Verräter.

 

Sprecher:   

Als Jesus verhaftet wurde, sind die Jünger geflohen. Sie halten sich versteckt, weil sie fürchten, selbst verhaftet zu werden. Und sie sind verunsichert.

Was wird weiter geschehen? Können sie Jesus vertrauen oder ist jetzt alles aus?

Sie treffen sich heimlich und besprechen die Lage:

 

Thomas (Alicia):

Was sollen wir bloß tun? Wir können uns nicht mehr draußen blicken lassen.

 

Johannes (Lasse):

Beruhige dich, Thomas. Ich bin sicher, es wird alles gut. Jesus ist doch Gottes Sohn. Das wird ihn retten.

 

Jakobus (Leif):

Ich hatte so eine große Hoffnung auf Jesus gesetzt. Jetzt ist alles verloren.

Ich denke, ich werde meinen alten Beruf wieder aufnehmen.

 

Petrus (Tom):     

Jakobus, wir müssen den Menschen weiter Mut machen und den christlichen Glauben weitergeben. Die Menschen werden bald erkennen, dass Jesus ihre Rettung ist.

 

Thomas (Alicia):

Ich frage mich, warum Judas Jesus verraten hat? Was hat ihn dazu bewogen?

 

Johannes (Lasse):

Ich denke, er hat Geldprobleme. Er war schon immer gierig.

Verstehen kann ich es trotzdem nicht. Er war doch unser Freund.

 

Jakobus (Leif):

Ich mache mir Sorgen um Jesus. Vielleicht hätten wir nicht alle weglaufen sollen. Müssten wir ihm nicht helfen?

 

Johannes (Lasse):

Ich schleiche mich an den Wachen vorbei und befreie Jesus.

 

Thomas (Alicia): 

Wenn du das tust, setzt du dein Leben auf’s Spiel. Wenn sie dich erwischen, werden sie dich einsperren und es ergeht dir wie Jesus. Damit hilfst du ihm nicht.

 

Petrus (Tom):

Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Ich will wissen, was mit Jesus weiter geschieht. Ich werde ihnen in den Palast folgen und hören, was sie ihm vorwerfen. Vielleicht kann ich ihm irgendwie helfen. Wir können ihn doch nicht seinem Schicksal überlassen. Ich werde immer zu ihm halten.

 

 

Gebet

 

Gott, ich will mich in dich versenken

wie ein Weizenkorn in die Erde.

Umgib mich, Gott, so wie du alles umgibst.

Du schaffst neues Leben.

Aus der Mitte des Dunkels wachse ich ins Licht.

Dunkel oder Licht:

Du bist bei mir.

Ich freue mich, Gott.

 

Amen.

 

 

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Do. 19.03.20
„Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der…
Monatsspruch
„Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“

„Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2 Tim 1, 7).

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Mo. 03.02.20
Die Zeit läuft
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Die Zeit läuft

„Der Mensch denkt, Gott lenkt.“ – sagt ein Sprichwort oder auch:

„Der Mensch dachte und Gott lachte.“

Das neue Jahr läuft. Die Planungen auch. Der Terminkalender füllt sich.

Der Januar ist schon vorbei. Der zweite Monat geht seinen Gang. Die Zeit läuft.

An vielen Stellen zeichnen sich Veränderungen ab. Umbrüche, Abbrüche und Aufbrüche wecken uns aus dem normalen Trott.

Aber mancher Umbruch fällt schwer – Altes, Vertrautes zurückzulassen, das ist nicht so einfach. Da blickt mancher doch wehmütig zurück auf jahrzehntelanges Engagement. Und nun ist keiner da, der diese Arbeit weiterführt.

Gut, wer dankbar zurückblickt und loslassen kann.

Nichts bleibt wie es ist. Alles hat seine Zeit. Für jede Tür, die sich schließt, öffnet sich eine neue und zeigt ungeahnte Wege.

Andere freuen sich auf die anstehende Veränderung. Nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung anfangen, studieren, das Leben selbst in die Hand nehmen. Das ist spannend. Wohin wird der Weg führen?

Noch ist das Jahr jung. Wer weiß, was es noch bringen wird.

In der Bibel steht ein weiser Spruch, den ich mir zu Herzen nehme:

„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt.“ (Sprüche 16, 9)

Das macht mir Mut. Es erinnert mich daran, dass ich nicht allein darüber entscheide, wie mein Leben weitergeht. Gott hat auch einen Plan für mich und einen Weg, den ich noch nicht kenne. Er verspricht zwar nicht, dass der Weg immer leicht zu begehen ist, aber er wird mich begleiten.

Und manchmal lohnt es sich, mal in sich zu gehen, auf Gottes Stimme zu lauschen und zu hören, wo er mich haben will.

 

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Sa. 01.02.20
Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der…
Monatsspruch
Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. (1. Korinther 7,23)

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.

(1. Korinther 7,23)

 

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Mi. 01.01.20
Gott ist treu.
Monatsspruch
Gott ist treu.

Gott ist treu.

1.Kor 1,9 (L)

 

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So. 01.12.19
Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht…
Monatsspruch
Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des
Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.
Jes 50,10 (E)

 

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Fr. 01.11.19
Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Monatsspruch
Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

HIOB 19,25

 

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Di. 01.10.19
Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen…
Monatsspruch
Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend - gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend - gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!
Tob 4,8 (E)

 

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So. 01.09.19
Monatsspruch September 2019
Monatsspruch
Monatsspruch September 2019

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?
Mt 16,26 (L)

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Do. 01.08.19
Monatsspruch August 2019
Monatsspruch
Monatsspruch August 2019

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
Mt 10,7 (E)

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Mo. 01.07.19
Monatsspruch Juli 2019
Monatsspruch
Monatsspruch Juli 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Jak 1,19 

 

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Sa. 01.06.19
Monatsspruch Juni 2019
Monatsspruch
Monatsspruch Juni 2019

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.

Sprüche 16,24 

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Mi. 01.05.19
Es ist keiner wie du, und ist kein Gott…
Monatsspruch
Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.

Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir. 2 Sam 7,22 (L)
 

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Mi. 05.12.18
Mache dich auf und werde licht
Haike Gleede
Mache dich auf und werde licht

Mache dich auf und werde licht.

In den kommenden Wochen wird der Umsatz in den Kaufhäusern und Einkaufszentren rapide ansteigen. Verkäuferinnen werden Geschenke hübsch verpacken, die Post wird mehr Briefe, Päckchen und Karten zustellen als in den anderen Monaten. Kinder schreiben Wunschzettel und Eltern und Großeltern leiten sie an den Weihnachtsmann weiter. Lichterketten werden installiert, Adventskränze dekoriert und Kerzen angezündet. Die Welt erstrahlt in neuem Glanz.

Mache dich auf und werde licht; (Jesaja 60, 1)

In den kommenden Wochen werden Menschen ohne Obdach nach einem warmen Plätzchen suchen und etwas zu essen erbetteln. Kinder werden um ihr Leben kämpfen und Regierende ihre Macht verteidigen. Soldaten werden ihren Dienst tun, manche weit weg von Zuhause; Hilfsorganisationen werden  Medikamente und andere Hilfsgüter  in Krisengebiete schaffen und dort verteilen.

Mache dich auf und werde licht; denn dein Licht kommt,

In den kommenden Wochen werden die Menschen auf die Weihnachts- und Lichtermärkte strömen und Dekoratives, Köstliches und Überflüssiges erwerben. Unzählige Bleche Kekse werden gebacken und verzehrt. Bei Kerzenschein und Glühwein werden sich Menschen unterhalten über die guten alten Zeiten, die Politik, das Wetter und über Gott und die Welt.

Manche werden noch einsamer sein als sonst.

Mache dich auf und werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!

Im Advent entzünden wir jeden Sonntag eine weitere Kerze an unserem Adventskranz.

So kennen wir es von Kindheit an.

 Ist es einfach ein schönes Ritual, das Licht und Gemütlichkeit in die graue Jahreszeit bringt? Oder steckt mehr dahinter?

In der Adventszeit warten wir auf die Ankunft Jesu. Wir warten auf das Licht, das unser Leben erhellt. Mit jedem Adventssonntag wird dieses Licht heller, bis es an Weihnachten im festlichen Glanz erstrahlt.

In der Adventszeit zünden wir die ersten Kerzen an. Aber anstatt im Lichtschein zur Ruhe zu kommen, setzen wir uns unter neuen Leistungsdruck. Was müssen wir bis zum Fest noch alles erledigen? Wir hetzen umher und fragen uns, wie wir das alles bewältigen sollen. Gleichzeitig versuchen wir uns auf Weihnachten einzustimmen.

Wie kann das gelingen?

Vielleicht indem wir uns auf den Engel des Lichts einlassen. Er macht uns aufmerksam auf den Sinn dieser Zeit. Sich mit dem Herzen auf Gott vorzubereiten, sich zu öffnen für das Wunder von Weihnachten.

Die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden, Einkehr und Erleuchtung schlummert in den Seelen.

Die frühen Mönche sprechen davon, dass die Seele selbst zu einem Licht wird. Wenn sie beteten und meditierten, dann konnten sie in ihrem Herzen ein Lichts sehen und spürten, dass ein Engel ihnen nahe war.

Der Engel des Lichts möchte auch dich erleuchten, damit du für andere zum Licht werden kannst. Du kannst aber nur zum Licht werden, wenn du das Licht deines Engels hineinstrahlen lässt in deine innere Dunkelheit. Du musst das Licht deines Engels in alle dunklen Abgründe deiner Seele leuchten lassen. Dann wirst du selbst zu einem Licht.

Advent – das heißt auch den Blick erheben und Ausschau halten, den eigenen Lebenshorizont erkennen und die Menschen um mich herum wahrnehmen.

Vielleicht erkenne ich dann, dass ein lieber Brief mehr wert ist als ein teures Geschenk. Oder sich Zeit zu nehmen für ein Gespräch notwendiger ist als ein gründlicher Hausputz.

„Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt.“

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So. 23.09.18
Lebensrhythmus -Lebenswandel
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Lebensrhythmus -Lebenswandel

Lebensrhythmus – Lebenswandel

 

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ So beginnt die Schöpfungsgeschichte auf der ersten Seite der Bibel.

Gott brachte Ordnung ins Chaos, jedenfalls legte er ein paar Eckdaten fest: Himmel und Erde, oben und unten; Meer und Land, vorne und hinten; Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht. Und er schuf eine Fülle von Leben, Pflanzen, Tiere, Menschen. Und dann ließ er alles einfach wachsen, sich entwickeln. Es entstand eine komplexe Vielfalt, die ständig in Bewegung ist. Leben ist Veränderung. „Alles fließt“ und „Nichts bleibt wie es ist“ bringen es die antiken Philosophen auf den Punkt.

Das Leben ist dem stetigen Wandel unterworfen. Die Entwicklung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten zeigt das deutlich. Und doch gibt es etwas, was immer bleibt: Der natürliche Ablauf und die von Gott vorgegebenen Koordinaten.

Am Ende der Sintflut Geschichte gibt Gott eine Zusage: Gen 8, 22

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte. Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Auf diesen Rhythmus kann der Mensch sich verlassen.

Als meine Kinder klein waren, habe ich ihnen gern Bücher vorgelesen. Ein Bilderbuch erinnere ich besonders, es gefiel mir und auch den Kindern irgendwie gut.

Ein Bilderbuch über die Jahreszeiten.

Da wurde schön dargestellt wie im Frühling die ersten Tulpen und Narzissen blühen und der Gemüsegarten bestellt wird. Der Sommer bringt eine wahre Blütenpracht hervor und Bäume und Sträucher sind voller Früchte. Die Sonne scheint und die Kinder baden im Pool.

Im Herbst werden Äpfel geerntet und Laub geharkt. Und natürlich kommt auch der Igel vorbei. Im Winter ziert ein Schneemann den schneebedeckten Garten und die Kinder machen dick eingemummelt eine Schneeballschlacht. Heile Welt – alles wohlgeordnet. Alles zu seiner Zeit.

So wünschen sich die Menschen das Leben. Wir kategorisieren, analysieren und entwerfen ein Idealbild, das immer eine Illusion bleibt. Gleichzeit haben wir dieses Versprechen:

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte. Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Das Leben bewegt sich zwischen diesen Extremen und fast nie ist es wirklich ausgeglichen. Das Wetter ist nie optimal –mal zu nass, mal zu trocken, mal zu kalt, mal zu warm, mal zu windig, mal zu schwül … Zwischen Eiszeit und Heißzeit.

Das Bilderbuchwetter gibt es nicht, und auch nicht die Bilderbuchfamilie, die Bilderbuchernte oder das Bilderbuchleben. Ist auch gut so, denn dann wäre ja alles vorhersehbar und irgendwann auch langweilig. Das Leben ist vielfältig und bunt.

Wir Menschen erleben fast immer Ausnahmen, gestalten Übergänge und schließen Kompromisse. Manchmal  preschen wir voran, versuchen die Zeit zu überholen oder zu überlisten – wollen Erdbeeren im Februar und Spargel zu Weihnachten. Aber die Zeit bleibt im Takt und alles hat seine Zeit.

In diesem Jahr haben wir einen grandiosen Sommer erlebt, den viele sicher genossen haben. Aber das nasse Frühjahr und der extrem trockene Sommer haben die Ernte beeinträchtigt und manchen Landwirt vor große Herausforderungen gestellt. Von bis zu 30 % Ernteeinbußen bei der Getreideernte ist die Rede.  Und dennoch stehen wir heute hier und feiern Erntefest.

Manchmal fordert uns die Natur alles ab, um das zu erreichen, mal wird uns mehr geschenkt als wir verbrauchen können.

 Uns ist auch bewusst, was wir der Natur abfordern und wissen:  manches Problem ist sicher auch menschengemacht – denn auch der Mensch ist ein Wesen, das in Extremen lebt:

Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Freiheit und Abhängigkeit, Dank und Undank.

Darum gehören danken und bitten immer zusammen. Wir bitten für die Bewahrung der Schöpfung, halten Fürbitte für die, denen es nicht so gut geht wie uns und leisten Abbitte für das, was wir der Schöpfung zumuten, wo wir der Natur mehr abverlangen als gut ist und aus dem Gleichgewicht bringen.

Und natürlich danken wir  dafür, dass wir auf dieser Erde einen Lebensraum haben und Lebensbedingungen, die unseren Bedürfnissen angepasst sind. Wir danken für die Ernte, so bescheiden sie auch ausfallen mag, weil sie wieder für ein Jahr das Leben zu sichert.

Wie gut, dass über allem einer wacht und das Chaos überblickt.

Psalm 84, 6-8

6 Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

7 Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, /wird es ihnen zum Quellgrund,

und Frühregen hüllt es in Segen.

8 Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. Amen.

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So. 17.06.18
Es war mir ein Vergnügen
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Es war mir ein Vergnügen

Es war mir ein Vergnügen

Es ist heiß, der Aufstieg auf den Berg ist mühsam. Viele nehmen diese Plage heute auf sich. Auf einer Wiese versammeln sie sich. Gespannt lauschen sie den Worten des Bergführers.

Sein Blick schweift über das Land, das sich nach dem Regen verwandelt hat.

Unzählige wilde Blumen verzaubern Berg und Tal. Was sonst über den langen, heißen Sommer trocken und brach da liegt – erwacht zu neuem Leben. In bunten Farben wiegen sich Blüten und Gräser im Wind. Eine traumhafte Landschaft, wie man sie nur in dieser Jahreszeit erleben kann.

Jesus schaut in die erwartungsvollen Augen seiner Zuhörer.

Sie hatten von dem neuen Wanderprediger aus Nazareth schon gehört. Das hat sie neugierig gemacht. Konnte er Antworten geben auf ihre Lebensfragen, ihre Gier nach Erfüllung stillen.

Jesus spricht in anschaulichen Bildern.

„Seht, die Vögel. Seht, die Lilien auf dem Feld in all ihrer Pracht. Seht euch an.“

Er kennt die Sorgen der Leute, wie sie im Schweiße ihres Angesichtes ihr Brot essen.

Und dann geht es ihnen noch gut. Aber was, wenn es keine Arbeit gibt, kein Geld, kein Brot – wovon sollen sie ihre Familie ernähren. Ein Dach über dem Kopf, etwas zum Anziehen und eine Mahlzeit auf dem Tisch – das ist das mindeste, was der Mensch zum Leben braucht. Aber das kann doch nicht alles sein, was Gott für uns bereithält.

„ .. und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.“ Heißt es in den Psalmen (Ps 90)

Luther übersetzte: "und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen".

Jesus sieht die müden Gesichter, erschöpft vom täglichen Überlebenskampf. Es ist nicht die Arbeit, die ihnen ihre Kräfte raubt – es ist die innere Unruhe, die Angst, dem Leben nicht gerecht zu werden und sich selbst zu verlieren.

„Sorgt nicht um euer Leben!“ ruft Jesus.

Sorgen – ja die hatten sie, jede Menge Sorgen um die großen und die kleinen Dinge des Lebens.

Die politischen Verhältnisse im Land, die Zukunft der Kinder, darum wie sie ihre Familie ernähren und wie sie in dieser Welt überleben sollen.

Sie machen müde – die Gedanken um die vielen kleinen alltäglichen Dinge, aber auch die Sorge um das große Ganze und die Zukunft. Jesus predigt Gelassenheit und verweist auf die Blumen des Feldes.

Wenn Gott schon die Blumen des Feldes edler kleidet als einen König, um wie viel mehr wird er sich um die Menschen kümmern.

Spricht die Bibel vom Gras, so können wir uns darunter eine ganze Blumenwiese vorstellen. Vergleichbar mit den Blühstreifen, die gelegentlich an Acker – und Wegesrändern wachsen. Die Blumen – sie zeigen die Schönheit und die Vielfalt der Schöpfung.

Dazu gehört der Klatschmohn. Er veranschaulicht besonders die Vergänglichkeit der Blütenpracht. Es ist ein Symbol für das Leben, das Werden und Vergehen.

Die Hundskamille setzt unzählige gelb-weiße Farbtupfer auf die Felder und zieht die Bienen an. Die Kornblume steht oft am Feldrand und fällt durch ihre blaue Farbe besonders auf: Ein Symbol für Reinheit und Treue. Eine verschenkte Kornblume wünscht Glück und Wohlergehen und bringt die Botschaft zum Ausdruck: "Auch wenn Du mich abweist, ich gebe die Hoffnung nicht auf.“

Die weiße Lilie ist die Königin unter den Blumen. Ihr Duft betört. Ihre Form beeindruckt. Sie steht für Jungfräulichkeit und Reinheit. Maria ist oft mit einer weißen Lilie dargestellt, oft wird sie ihr vom Engel Gabriel übereicht. Wer eine Lilie verschenkt, signalisiert dem Beschenkten Hochachtung und Zuneigung.

In Stein gemeißelt gehört sie übrigens auch zum Schmuck im salomonischen Tempel.

Die Zuhörer Jesu sind nachdenklich geworden. Auf die Blumen und die Vögel haben sich noch nie geachtet, zu sehr waren sie mit sich selbst beschäftigt.

Haben Sie sich wiedergefunden unter den Zuhörern der Bergpredigt?

Die Sorgen und Nöte, die Jesus hier anspricht, kennen wir. Sie gehören zu unserem menschlichen Dasein. So vieles beschäftigt uns. Sie macht müde die Sorge, wie ich mich ernähren soll – Vegan, vegetarisch oder einfach nur ausgewogen?

Welche Lebensmittel schaden mir, welche sind gesund, wie bleibe ich fit und gesund?

Sie macht müde die Sorge darum, wer in der Welt das Sagen hat, um Umweltschutz und Gleichstellung, um rechts oder links, um Macht und Ohnmacht, das Altwerden und Jungbleiben. Sie macht müde die Sorge darum, ob ich noch voll im Trend liege oder schon zum alten Eisen gehöre.

 

Das Angebot ist so reichhaltig, die Informationen so vielfältig.

Jeden Tag treffen wir tausende von Entscheidungen. Die meisten sind vollkommen unwichtig.

Da bleibt keine Zeit mehr einfach nur zu sein, wahrzunehmen, was schon ist, was ich nicht schaffen muss.

Darum suchen viele Menschen nach einem Ausgleich, nach einer neuen Tiefe für ihr Leben. Seit einigen Jahren sind Achtsamkeitsmeditation beliebt geworden. Das Bedürfnis sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren.

Psychologen (Ulrich Ott von der Universität Gießen und Peter Malinowski von der Universität Liverpool.) beschreiben die positive Wirkung mit folgendem Bild:

"Ich gehe beim Meditieren auf einen Berg und schaue hinunter ins Tal. Das heißt, ich bin nun in einer Position, die ein bisschen dem Alltagsgeschäft enthoben ist und kann auf das Ganze herunterschauen." Dieser Abstand schafft Selbstvertrauen, dass "sich sogar die größten inneren Dramen wieder auflösen. Das führe langfristig zu mehr Zufriedenheit und Lebensfreude.

Jesus hat damals schon solch eine Achtsamkeitsmeditation mit den Leuten gemacht. Es ist sicher kein Zufall, dass er dazu mit ihnen auf einen Berg stieg und dort seine Bergpredigt hielt. Bis heute eine Quelle der Weisheit und der Kraft.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“

Das ist der Vers, der mich schon so manches Mal gerettet hat.

Jeder Tag hat seine Plage und seine Freude. Eins geht nicht ohne das andere. Wer überleben will, wer etwas bewegen will, muss sich anstrengen, muss etwas investieren.

Natürlich – das ist so im Leben. Aber das allermeiste, was wir haben, ist uns geschenkt. Die Erfüllung des Lebens ist  es, das, was ich erarbeitet habe zu genießen. Und Gott gibt immer noch etwas obendrauf, wenn wir an seinem Reich bauen.

Lothar Zenetti hat das in einem Gedicht so beschrieben:

Es war mir ein Vergnügen

Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen,

für den Schnee und den Wind, den Vogelflug und das Gras

und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne

und für all die Tage, die Abende und die Nächte.

Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen; bitte die Rechnung.

Doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht:

Ich habe euch eingeladen, sagt der und lacht, soweit die Erde reicht:

Es war mir ein Vergnügen! (Lothar Zenetti)

 

Heute ist Kräutertag. Da dreht sich alles um Kräuter und Pflanzen. Die manchmal so unscheinbaren Wildblumen und Kräuter erzählen etwas vom Leben. Nehmt euch die Zeit und achtet auf ihre Bestimmung. Nehmt davon etwas mit in euren Alltag.

Verzehrt euch nicht im alltäglichen Einerlei, verzettelt euch nicht im du musst, du solltest, du könntest doch auch noch.

Sondern entfaltet einfach eure Blüten, so unscheinbar sie auch sein mögen.

Erkennt euch als Geschöpf Gottes in seinem großen Garten und das Leben als ein wunderbares Geschenk.

Amen.

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Haike Gleede

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Haike
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Fr. 04.05.18
Sehnsucht
Haike Gleede
Sehnsucht

„Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, dich zu sehn, dir nah zu sein...“

Dieses moderne Kirchenlied ist beliebt und wird in vielen Gottesdiensten gesungen. Der Text rührt etwas in mir an, eine verborgene Sehnsucht, die in mir schlummert. Wonach?

Vor wenigen Wochen haben wir Ostern gefeiert – das Befreiungsfest der Christen. Am ersten Ostermorgen machten sich die Frauen auf zum Grab Jesu. Sie suchten nach Antworten auf ihre Trauer.

Mit kostbaren Ölen wollten sie seinen Leichnam salben, ihm so noch einmal hautnah sein. Aber sein Grab war leer. Die Stimme des Engels zwang sie ihren Blick zu heben, sich aufzurichten, neu auszurichten. Er sprach: „Fürchtet euch nicht!“.  Sie flohen vor Angst zitternd von dem Grab.

Aber diese Sehnsucht blieb und rührte sich in ihren Herzen mehr denn je.

So wagten sie zu glauben, was sie gehört hatten. „Der Herr ist auferstanden!“

Was rührt Ostern in mir an? Mit dem Frühling erwacht die Sehnsucht nach Wärme, nach Aufatmen, nach neuem Leben. Aber das Leben richtete sich nicht nach den Jahreszeiten.

In den letzten Monaten rollte eine Sterbewelle durchs Land , und nicht enden wollende Grippewelle sitzt noch vielen in den Knochen.

Sehnsucht nach Heilung und  nach Trost ist vielerorts spürbar.

Wie können wir  unter solchen Bedingungen die Osterbotschaft wahrnehmen.

Wie können wir unseren Blick erheben, wenn wir erschöpft und niedergeschlagen sind? Wie dem „Fürchte dich nicht!“ vertrauen?

Es wohnt da diese Sehnsucht in mir – dass da einer ist, der die Angst und die Trauer sieht. Eine Sehnsucht nach etwas, das größer ist als alle menschlichen Grenzen. Was verlieren wir, wenn wir der Botschaft trauen? Nichts! Aber wir gewinnen alles! Darum gehe ich das Wagnis ein, glaube an den Auferstandenen und stimme ein in den Ruf, der nicht nur Ostern gilt:

„Der Herr ist auferstanden!“

 

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Mo. 26.03.18
Hörtest
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Hörtest

Hörtest

Jesus zieht nach Jerusalem ein. Er fühlt sich nicht geschmeichelt durch den großartigen Empfang. Er ahnt, was ihm bevorsteht. Und er weiß, dass es kein leichter Weg sein würde. Aber er muss ihn gehen, weil er eigens dazu geboren worden war. Nachdenklich reitet er auf dem Esel. Es ist alles so, wie es die Propheten schon vor vielen hundert Jahren prophezeit haben:

Ja, er ist der Gerechte Gottes, gekommen den Menschen zu helfen. Noch verstehen die Jünger nichts, nicht einmal seine engsten Freunde haben begriffen, worum es hier geht.  Bald würde es ihnen klar werden. Beim Passahmahl würde er ihnen deutlich machen, dass es hier und heute um alles geht. Alles, was bisher war, war nur vorläufig. Hier in Jerusalem, in der Stadt König Davids, da würde es ums Ganze gehen, die Dinge sich überschlagen, mit anderer Münze bezahlt werden. Steht es nicht schon beim Propheten Jesaja geschrieben:

Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde.

Noch ahnen die Jünger nichts von all dem. Nicht, dass er nicht schon vorher darüber mit ihnen gesprochen hatte. Aber sie wollten nichts hören von Leiden und Sterben. Und jetzt scheinen sie sich so siegessicher. Stimmen mit ein in den Lobgesang: „Hosianna! Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn.“ „Seht nur“, scheinen ihre Blicke zu sagen, „Seht her- das ist er, Jesus, von Gott gesandt. Er wird alles verändern und für Gerechtigkeit sorgen. Er ist mächtig und stark.“ Ja – das ist seine Mission, aber er wird sie ganz anders erfüllen, als die Jünger es erwarten. Viel mächtiger, weitreichender.

Erst  wenn alles vollbracht ist, werden sie allmählich erkennen, was es bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein. Dann werden auch sie sich an Jesajas Worte erinnern:

Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.

Die Jünger kennen die Geschichte ihres Volkes. Da gab es schreckliche Zeiten voller Krieg und Gewalt, im Exil plagte sie das Heimweh und die Sorge, Gott habe sie verlassen. Immer wieder flehten sie zu ihm. Gott antwortete durch die Propheten, mal mahnte er, mal tröstete er. Aus den alten Texten sprachen Sehnsucht und Hoffnung.

Die Propheten ermutigten das Volk: Hört auf Gottes Wort, seid aufmerksam und vertraut ihm euer Leben an. Baut einander auf, nehmt Anteil am Leiden der anderen. Dann wird Gott euch nahe sein.

Gott weckt euch des Morgens und weckt auch euer Ohr, dass ihr versteht, was die Menschen bewegt.

Jesus hat genau das seinen Jünger vorgelebt. Den Menschen zuhören, erkennen, was sie tief im Innern bewegt, worunter sie leiden. Er lehrte sie, wie ein Jünger zu hören.

Können wir das noch, dem Anderen zuhören, und mit offenen Ohren durch das Leben gehen? Ist da nicht viel zu viel, was uns ablenkt und unsere Kräfte bindet?

Erschöpfung ist ein großes Thema. So viele sind müde, lebensmüde geworden.

 Müde fühlen sich heute viele Menschen im Berufsleben. Sie sind der Hektik und den Anforderungen nicht mehr gewachsen.  Sie ständig beweisen müssen, funktionieren – das macht auf die Dauer krank.

Viele sind erschöpft, weil sie sich sorgen um ihre Familie, die Kinder, die Alten – alle brauchen Zuwendung und Unterstützung. Wer stützt die vermeintlich Starken?

Viele sind müde ob der vielen Informationen, die tagtäglich auf uns einströmen und uns im wahrsten Sinne des Wortes unter Strom setzen.

Der koreanische Philosoph  Byung-Chul Han lehrt in Karlsruhe. Er legt in seinem Buch „die Müdigkeitsgesellschaft“ dar, dass die neuen Technologien keinen Fortschritt, sondern einen Rückschritt in der Evolution darstellen. Im Multitasking nähere sich der Mensch wieder dem wilden Tier an, das gleichzeitig auf Fressfeinde, Nachwuchs und Geschlechtspartner achten muss. „Die kulturellen Leistungen der Menschheit, zu denen auch die Philosophie gehört, verdanken wir einer tiefen, kontemplativen Aufmerksamkeit.“

Wir wollen einfach zu viel schaffen, gleichzeitig erledigen und immer auf dem Laufenden sein. Da bleibt keine Zeit und keine Ruhe, um zu hören, wirklich hinzuhören. Da hören wir nur noch, was wir hören wollen.

Manch einer prahlt mit hunderten Facebook-Freunden und kennt doch seinen Nachbarn nicht.

Jesus ist gekommen, um unsere Aufmerksamkeit und unsere Achtsamkeit zu schärfen. Dafür ging er den schweren Weg. Er hat sein Kreuz nach Golgatha getragen und den Tod auf sich genommen. Worte allein reichten nicht, damit die Menschen hinschauen, aufblicken, hinhören. Da muss erst einer unschuldig am Kreuz sterben.

Heute am Palmsonntag ziehen wir mit Jesus in Jerusalem ein und hören den Jubel der begeisterten Menge. Wir feiern mit Jesus das Abendmahl.  

Dieses Sakrament schenkte Jesus seinen Jüngern. Es ist ein Ritual, das uns Herz und Ohr öffnet, uns mit Jesus Christus verbindet und die Gemeinschaft stärkt.

Amen.

 

 

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Di. 30.01.18
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle…
Haike Gleede
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

 

Ein moderner Mensch verirrte sich in der Wüste. Die unbarmherzige Sonnenglut hatte ihn ausgedörrt. Da sah er in einiger Entfernung eine Oase. Aha, eine Fata Morgana, dachte er, eine Luftspiegelung, die mich narrt. Denn in Wirklichkeit ist gar nichts da.
Er näherte sich der Oase, aber sie verschwand nicht. Er sah immer deutlicher die Dattelpalmen, das Gras und die Quellen. Natürlich eine Hungerphantasie, die mir mein halbwahnsinniges Gehirn vorgaukelt, dachte er. Solche Phantasien hat man bekanntlich in meinem Zustand. Jetzt höre ich sogar die Wasser sprudeln. Eine Gehör-Halluzination. Wie grausam die Natur ist.
Kurze Zeit später fanden ihn zwei Beduinen tot. ,,Kannst du so etwas verstehen", sagte der eine zum andern, ,,die Datteln wachsen ihm beinahe in den Mund und dicht neben der Quelle liegt er verhungert und verdurstet. Wie ist das möglich?" 
Da antwortete der andere: ,,Er war ein moderner Mensch."

 

Liebe Gemeinde!

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen

Wassers umsonst.“

Wissen Sie, was es heißt, wirklich durstig zu sein? Kaum jemand in unserem Land weiß wirklich, was Durst bedeutet.  Uns steht immer ausreichend Wasser zur Verfügung, so viel, dass wir Trinkwasser für die Toilettenspülung benutzen und unsere Autos damit waschen. Das sieht in anderen Regionen der Erde anders aus. Das gibt es Dürrezeiten und Wasser ist knapp. In manchen Ländern soll Trinkwasser privatisiert werden. Das bedeutet, dass es nicht mehr allen zugänglich ist und gerade die armen sind wieder einmal die Leidtragenden. Dabei hat im Jahr 2010 die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt. Denn Wasser ist lebensnotwendig. So viele stehen Schlange mit ihren Krügen und Kanistern an den Brunnen. Es reicht oft nicht für alle. Jedes Jahr verdursten  über drei Millionen Menschen.

Für uns ist Wasser selbstverständlich – 123 Liter verbraucht jeder Deutsche im Schnitt jeden Tag. Am meisten im Badezimmer für Duschen, Waschen und Toilettenspülung, für den Garten, Wäsche waschen immerhin auch noch mehr als 10 Liter und am wenigsten für Essen und Trinken.

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen

Wassers umsonst.“

Was ist mit dem Wasser, das Gott verspricht?

Am Brunnen spielen sich in der Bibel immer wieder wichtige Geschichten ab.

Der erste Brunnen, der in der Bibel erwähnt wird, trägt den Namen Beer-Lachai-Roi – Brunnen des Lebendigen, der sich schauen lässt, oder der mich gesehen hat. Dieser Brunnen, der in der Heiligen Schrift dreimal erwähnt wird, spielte im Leben der Familie Abrahams eine große Rolle.

Damals gab in Palästina drei verschiedene Arten von Brunnen. Wo Menschen sich ansiedelten, wurde nach Wasser gegraben, um das Überleben für Mensch und Tier sicherzustellen. Auf diese Weise entstanden Grundwasser-Brunnen. Besonders geschätzt und wertvoll waren dabei solche Brunnen, die von einer Quelle gespeist wurden und deshalb sehr frisches Wasser lieferten. Darauf beruht die Bezeichnung „Brunnen lebendigen Wassers“. Oder es wurde Regenwasser in Zisternen gesammelt.

Auch am Brunnen Jakobs in der Nähe von Sichem in Samarien wurde seit alten Zeiten das Trinkwasser geholt. Hier begegnet Jesus der Samariterin, die Wasser holen will, als Jesus sie anspricht und um Wasser bittet. Die Frau ist zu Recht empört. Ein Mann spricht eine Frau nicht einfach so an, schon gar nicht wenn er ein Jude ist und sie eine Samariterin. Diese beiden religiösen Strömungen pflegten keinen Umgang miteinander.

Und dann verwickelt dieser Fremde sie in ein Gespräch und verspricht ihr lebendiges Wasser. Wer es empfängt, wird nicht mehr dürsten. Es wird „in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt“ (Joh 4,14).

Die Frau wird hellhörig. „Gib mir solches Wasser!“ bittet sie.

Doch Jesus bringt zuerst ihre Lebenssituation zur Sprache, erinnert sie an die vielen Männer, die sie hatte. War es aus Not oder Lebenshunger, war es der Lebensdurst , der sie zu diesem Lebensstil getrieben hat? Jesus macht ihr keine Vorwürfe. Er wirbt vielmehr um ihr Vertrauen und bietet ihr etwas an, wonach sie sich schon lange gesehnt hat.

Am Brunnen hat sich ihr ein neuer Lebenssinn eröffnet. So klar, dass sie am Ende bekennen kann: „Dieser ist wahrlich der Welt Heiland“ (Joh 4,42).

Dieser Begriff des „lebendigen Wassers“ begegnet uns in der Jahreslosung aus der Offenbarung des Johannes wieder.

Gott spricht: “ Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Off 21, 6

Dieses Versprechen steht ganz am Ende der Bibel im Buch der Offenbarung im letzten Kapitel. Johannes wurde auf die Insel Patmos verbannt. Hier offenbart Gott ihm, was am Ende der Zeit geschehen wird. Johannes hat eine Vision. Er sieht das himmlische Jerusalem, das sich aus dem Himmel herabsenkt „Siehe, ich mache alles neu.“ Ruft eine Stimme. Das Alte ist vergangen, es wird kein Leid mehr geben, kein Geschrei, keinen Schmerz, keinen Tod. Die alten Systeme und Strukturen, in denen wir gefangen sind, werden aufgebrochen, ja aufgehoben und etwas völlig anders wird das Leben bestimmen.

H und Segen, Frieden und Gerechtigkeit und alles, wonach sich die Menschen sehnten wird Wirklichkeit.

Der seelisch durstige Mensch, der Mensch, der sich nach erfülltem Leben sehnt, soll das Wasser bekommen, das seinen Durst löscht. Es geht um mehr als den Durst nach Wasser.

Es geht um den Durst nach Leben in all seinen Facetten.

Die Angebote, diesen Durst zu stillen, scheinen unbegrenzt zu sein. Und wir lassen uns das auch etwas kosten. Die einen investieren alles in Karriere und Anerkennung, in Gesundheit, in die Erfüllung eines Lebenstraumes oder setzen alles in Partnerschaft und Familie. Andere suchen ihr Glück in immer wieder neuen Beziehungen oder rennen von Event zu Event. Manche versuchen es mit einem alternativen Lebensstil bis hin zur Askese. Aber alle diese Quellen stillen nur für kurze Zeit den Durst nach Leben und Glück. Oft gibt es danach ein böses Erwachen.

Wenn unsere Gesundheit wackelt, Beziehungen scheitern, Sicherheiten wegbrechen. Manchmal regt sich erst dann die Frage: Aus welchen Quellen lebe ich?

Gott spricht: “ Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Off 21, 6

Gott will unseren Durst nach Leben stillen aus einer Quelle, die nie versiegt.

Aus welchen Quellen haben Sie  getrunken im vergangenen Jahr und welche blieben Ihnen verschlossen?

Wir sind moderne Menschen, die oft hin- und hergerissen sind. Viele versprechen unseren Lebensdurst zu löschen.

Geht es uns am Ende wie dem modernen Menschen in der Wüste, der wenige Schritte vor der rettenden Oase verdurstet, weil er nicht glauben konnte, was er sah?

Wie viele hören die Botschaft, kommen und hören und trinken am Ende dann doch nicht davon. Ihre Zweifel bremsen sie aus kurz vor dem Ziel.

 Ihnen bleibt die Quelle verschlossen, weil andere sagen: Das kann nichts ein. Gott gibt es nicht. Kirche ist nicht zeitgemäß. Glauben ist nicht cool. Schau, hier zeigen wir dir das wahre Leben. Und im Kleingedruckten finden sich die Geschäftsbedingungen und der Preis, der für das vermeintliche Glück zu zahlen ist.

Wer aus diesen Quellen schöpft, wird wieder durstig werden, womöglich sogar noch durstiger als vorher und die Gier nach Leben, nach Erfüllung, nach bedingungsloser Liebe und Glück wird immer größer.

Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Ich wünsche uns, dass wir Gottes Angebot annehmen. Es wagen aus seinen Quellen zu trinken und Erfüllung und Frieden finden für unsere Seele.

Segen:
Möge das Wasser, das du trinkst, dich daran erinnern, 


dass auch deine Seele dürstet.

Gott sei deine Quelle und erquicke deine Seele mit Freude und Liebe


bis zum Überlaufen. 

So sei gesegnet im Herrn.  Amen.

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