Brot für die Welt

Eine ungewöhnliche Kooperation ist der Kirchenkreis Rotenburg mit dem evangelischen Entwicklungsdienst „Brot für die Welt“ eingegangen. Die 16 Kirchengemeinden des Kirchenkreises haben zugesagt, ein von „Brot-für-die-Welt“ ausgewähltes Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Zusätzlich zu Einzelspenden werden alle Kollekten der Weihnachtsgottesdienste im Zeitraum 2012 bis 2014 für diesen Zweck erbeten.

Eine positive Bilanz ziehen Werner Hagedorn und Ekhard Brandes nach der ersten Etappe der gemeinsamen Brot-für-die-Welt-Aktion im Kirchenkreis Rotenburg. Rund 56.000 Euro sind in 16 Kirchengemeinden bei den traditionellen Sammlungen für Brot für die Welt in der Advents- und Weihnachtszeit zusammengekommen. „Wir haben das Ziel für die Spendenzusage für das erste Jahr sogar noch übertroffen“, freut sich Hagedorn, Pastor in der Rotenburger Auferstehungsgemeinde und Brot-für-die-Welt-Beauftragter im Kirchenkreis.

Honig, Marmelade und Meerschweinchen

Der Kirchenkreis Rotenburg hatte im Vorfeld mit dem evangelischen Entwicklungsdienst Brot für die Welt ein ungewöhnliches Projekt verabredet. Die 16 Kirchengemeinden des Kirchenkreises sagten zu, ein von Brot für die Welt ausgewähltes, konkretes Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Zusätzlich zu Einzelspenden wurden alle Kollekten der vergangenen Weihnachtsgottesdienste für diesen Zweck erbeten. Auch in den kommenden zwei Jahren sind die Spenden für Brot für die Welt für dieses Projekt bestimmt.

„Wir haben zugesagt, in drei Jahren 165.000 Euro zusammenzubekommen und freuen uns, dass wir den ersten Teil dank der Hilfe vieler Spender in den Gottesdiensten und darüber hinaus einhalten konnten“, sagt Hagedorn. Die Hilfsgelder aus dem Kirchenkreis Rotenburg fließen in ein Landwirtschaftsprojekt in Peru in den Provinzen Antabamba und Aymaraes in der Region Apurimac. Die Landbevölkerung wird dort so gefördert und geschult, dass die Familien von ihrer Arbeit in der Landwirtschaft leben und ihre Lebensgrundlage selbst sichern können.

„Das Projekt ist sehr erfolgreich angelaufen“, bestätigt Pastor Ekhard Brandes aus Kirchwalsede

. Er war selbst einige Jahre in Südamerika als Pastor tätig und spricht deshalb Spanisch. Zusammen mit Pastor Hagedorn und einem kleinen Kreis Interessierter hat er Kontakt zu der Hilfsorganisation aufgenommen, die vor Ort das Projekt betreut und die Schulungen durchführt. Es hat bereits einen ersten Briefwechsel gegeben. „Die Kommunikation ist schwierig. Das geht alles nicht so schnell. In Südamerika ist vieles sehr viel mühsamer, als wir es aus Deutschland kennen“, sagt Brandes.

Dennoch freut sich die Gruppe, etwas über die Projekt-Fortschritte zu erfahren. So hat es in einigen Distrikten bereits Schulungen gegeben, um die Menschen über verbesserte und nachhaltige landwirtschaftliche Produktion aufzuklären, aber auch ihr Wissen und die Fähigkeiten zur Wahrnehmung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte zu stärken. „Daraufhin haben die Bauern beispielsweise die Produktion von Meerschweinchen und Honig stark gesteigert. Sie kochen Orangen-Marmelade und Marmelade aus Chirimoya, einem einheimischen Obst, und verkaufen diese auf selbst organisierten Märkten“, sagt Brandes.

Auch Pastor Hagedorn freut sich, von diesen guten Nachrichten zu hören. „Das sind ermutigende erste Schritte. Wir müssen bedenken, dass fast die Hälfte aller Kinder in der Region chronisch unterernährt ist.“ Nicht zuletzt wegen dieser positiven Rückmeldungen sind sich Hagedorn und Brandes sicher, dass auch die Spenden aus dem Kirchenkreis für das zweite und dritte Jahr zusammenkommen werden. „Es ist schon etwas Besonderes, ein Projekt über drei Jahre lang zu begleiten.“

KONTAKTE

Dr. Matthias Wilke

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WEITERE INFORMATIONEN

Spendenkonto: Kirchenkreis Rotenburg
Sparkasse Rotenburg-Bremervörde

IBAN: DE40 2415 1235 0025 1585 85

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