Das gelobte Land

„Der Herr, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ... ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt.“ 5. Mose 8, 7+9

Hier im gelobten Land Kanaan gibt es alles, was das Herz begehrt. Der Boden ist fruchtbar, das Klima warm und angenehm und die Bewässerung gut. Ein Kulturland, wo man sieht, das Menschen Hand anlegen und dafür mit reicher Ernte belohnt werden. Obst und Gemüse, Kräuter und Getreide, Blumen und Bäume wachsen hier in vielfältigen Arten. Umgeben ist die Station von einer Trockenmauer, die typisch ist für das Landschaftsbild in Palästina.
Ein Mandelbäumchen weist auf die Schönheit und der Ölbaum auf den guten Ertrag hin. In drei Beeten wird versucht die Fülle der Möglichkeiten, die das Land bietet, anzudeuten. Es wachsen hier: Zwiebeln, Knoblauch, Senf, Salbei, Melisse, Rosmarin, Lavendel, Dill, Schwarzkümmel, Gelblein, Öllein, Puffbohnen, Linsen, Kichererbsen, Buchweizen. Alles Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden und in Palästina wachsen. Einige werden in der Bibel bildhaft gedeutet wie z.B. der Senf im Gleichnis vom Senfkornsamen. Jesus vergleicht das Himmelreich mit einem Senfkorn, das als kleinstes unter den Samen zu einer großen und kräftigen Pflanze heranwächst.

Das Lied der Liebe

„Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, .. so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können.“ Hohelied 8, 6+7

In der Zeit, als das Volk seßhaft und der Tempel in Jerusalem errichtet wurde, hatten die Menschen Zeit und Muße zum Dichten und komponieren. So entstand das Hohelied der Liebe, das bildreich und poetisch ausgefeilt die Liebe zweier Menschen beschreibt. Dieses Liebeslied eröffnet aber eine noch weitaus höhere und vollkommenere Ebene. Es ist ein Sinnbild für die Liebe Gottes zu seinem Volk und umgekehrt. Diese Komposition bedient sich zahlreicher Bilder aus der Natur. Die Lilie als Symbol der Reinheit und Schönheit darf hier nicht fehlen. Gleichzeitig deutet die Lilie die vertrauensvolle Hingabe des Menschen an Gott an. Sie kehrt wieder in der Bergpredigt als Jesus über das „Sorgen“ spricht: „Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.“ (Matthäus 6,28-29). Auf mittelalterlichen Gemälden wird der Engel Gabriel oft mit einer Lilie dargestellt, wenn er Maria die Geburt Jesu ankündigt.
Rosen und Anemonen, duftender Oleander und anderes mehr schaffen eine Atmosphäre der Hingabe und Freude. Gern möchte man im Garten der Liebe verweilen.

BILDER (1)
Das Lied der Liebe

WEITERE INFORMATIONEN

Zur Raum- und Gartengestaltung:

Christen sind heute auf allen sieben Kontinenten vertreten. Sieben charakteristische Pflanzen symbolisieren die Kontinente Asien, Afrika, Nord- und Südamerika, Australien, die Antarktis und Europa. Unsere Heimat ist durch die Birke vertreten.
Bänke laden zum Verweilen ein und die Taube steht für die Spiritualität,  *... für den Heiligen Geist, der die Gemeinde Jesu zusammenführt.

Theologischer Entwurf:
Pastor Falk Rohland, i.R.

Gartenarchitektur:
Dipl.Ing. H. Dunkler-Gronwald