Predigten

Wie oft haben Sie schon beim Hören einer Predigt gedacht: "Das war ein guter Gedanke. Schade, dass ich nichts zum Schreiben dabei habe." Dem Wunsch, das gesprochene Wort zu Hause noch einmal in Ruhe nachlesen zu können, entsprechen wir auf dieser Homepage. Ausgewählte Predigten, die im Kirchenkreis Rotenburg gehalten wurden, werden auf diesen Seiten veröffentlicht.

Schauen Sie hinein, lassen Sie sich inspirieren und scheuen Sie sich nicht, zum Verfasser der Predigt Kontakt aufzunehmen, falls Sie noch Fragen oder Anregungen haben.

Natürlich sind Sie immer und jederzeit herzlich eingeladen, einen der vielen Gottesdesdienste in unserem Kirchenkreis persönlich zu besuchen. Ob Familiengottesdienste, musikalische Gottesdienste, Gottesdienste in anderer Form - die Möglichkeiten sind vielfältig, die Auswahl ist groß. Um Ihnen bei der Auswahl zu helfen, haben wir unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen" einen Suchfilter eingebaut.

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Datum
Titel
Name
So. 08.09.13
Gottesdienst
Haike Gleede
Gottesdienst

Liebe Gemeinde!

Kennen Sie Bruce? Bruce Allmächtig. Neulich erst lief der Film im Fernsehen.

Bruce Nolan ist ein unzufriedener Fernsehreporter bei einem Lokalsender in Buffalo. Als der bisherige Nachrichtensprecher in den Ruhestand geht, hofft Bruce sein Nachfolger zu werden. Doch dann erfährt er, dass sein Kollege Evan Baxter den Job erhält. Er rastet während der Übertragung aus und wird daraufhin gekündigt.

Nach einer Reihe weiterer Tiefschläge macht er Gott dafür verantwortlich, dass sein Leben nicht so läuft, wie er es sich vorstellt. Gott tritt mit ihm tatsächlich in Kontakt. „Wenn du meinst, Bruce, du könntest besser die Welt regieren als ich – bitte.“ Gott überträgt ihm alle seine Fähigkeiten. Für Bruce gibt es nur zwei Regeln: Er darf niemandem sagen, dass er Gott ist, und er kann den freien Willen der Menschen nicht beeinflussen. Gott selbst macht derweil Urlaub.

Bruce ist überwältigt und probiert seine Kräfte gleich aus. Sein altes Auto verwandelt er in einen schicken Sportwagen. Um seine Freundin Grace zu beeindrucken, rückt er den Mond näher zur Erde. Während einer laufenden Reportage lässt er einen Meteoriten einschlagen. Er wird bald als erfolgreicher Reporter gefeiert, der immer als erster zur Stelle ist.

Doch langsam wächst Bruce seine Göttlichkeit über den Kopf. Da er alle ihn erreichenden Gebete mit Ja beantwortet, gewinnen tausende von Menschen gleichzeitig im Lotto, was zu niedrigen Gewinnquoten und wütenden Protesten führt. Der Meteoriteneinschlag führt zu Stromausfällen und der veränderte Mond zu Überflutungen. Schließlich verlässt ihn auch noch seine Freundin.

Und ganz Buffalo ist in Aufruhr. Und eins schafft Bruce nicht: dass seine Freundin ihn wieder liebt. Denn den freien Willen kann er nicht beeinflussen. Letztendlich erkennt Bruce, wo sein Platz ist und was er wirklich will: als normaler Mensch seinen Job machen und mit seiner Freundin glücklich sein. Mit sich und seinem Leben versöhnt, gibt er Gott seine Allmacht zurück. Ihm genügt sein Menschenleben voll und ganz.

 

Was würden Sie tun, wenn Sie für einen Tag göttliche Macht hätten?

 

Auch die Jünger Jesu hatten solche Wünsche. Ein starker Glaube, der Berge versetzt – das ist ihr Traum. Menschen heilen, für Gerechtigkeit sorgen, auf alles eine Antwort haben .Stattdessen stoßen sie an ihre Grenzen. Darum wenden sie sich an Jesus mit einer Bitte. Im Lukasevangelium ist folgende Episode überliefert: Lukas 17, 5-6

Und die Apostel sprachen zu dem Herrn:

„Stärke uns den Glauben!“

Der Herr aber sprach:

Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn,

dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen:

„Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!“,

und er würde euch gehorchen.

 

Stärke unseren Glauben! Was erwarten die Jünger? Dass Jesus ihnen tief in die Augen blickt -  und schon ist der Glaube da? Dass er eine Formel spricht, sie anhaucht oder ihnen die Hände auflegt, um sie zu stärken?

Jesus tut nichts dergleichen. Er antwortet mit einem merkwürdigen Bild:

„Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn,  dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: „Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!“,

und er würde euch gehorchen.“

Was soll der Maulbeerbaum im Meer. Das ist nicht der Ort, an dem er gut gedeihen kann. Da geht er unter.

Was wollt ihr tun mit eurem Glauben?

Berge versetzen oder Maulbeerbäume ins Meer umpflanzen oder nur mal eben kurz die Welt retten?

Jesus spricht von Glauben so groß wie ein Senfkorn. Ganz kleiner Glaube, ein Minisamenkorn groß, ein Fünkchen nur kann Großartiges bewirken.

Jesus ermutigt seine Jünger. Er sagt: Ihr habt mehr als genug Glauben.

Nicht Gott stärkt euren Glauben, ihr selbst seid gefragt. Schaut hin, was ihr ändern könnt in eurem Leben. Fangt klein an – nehmt euch nicht gleich vor, Bäume zu verpflanzen oder die Welt zu retten.

Glauben habt ihr – sonst wärt ihr nicht meine Jünger.

Findet euren Platz, wo werdet ihr gebraucht?

 

Liebe Gemeinde!

Wir sind ja auch Jünger und Jüngerinnen Jesu.

Wir haben diesen göttlichen Funken in uns. Die Taufe bekommen wir ihn. Gott schenkt seinen Geist. Gott traut uns etwas zu! Trauen wir Gott etwas zu?

 

Heute wurde Lea getauft. Und du hast dir einen Taufspruch ausgesucht: Hebr 10. 35

„Werft euer Vertrauen nicht weg, denn es findet reichen Lohn.“

Das ist deine Ermutigung für dein Leben. Du bist ein Kind Gottes. Solange du glaubst, dass Gottes Kraft in dir wohnt – solange kannst du alles schaffen, was du willst. Du wirst es erreichen, wenn es sinnvoll ist und dir und deinen Mitmenschen guttut.

Denken wir noch einmal an Bruce. Natürlich – das ist nur ein Film. Ich finde, es liegt eine Wahrheit darin. Bruce hat etwas verstanden: Nicht Erfolg und Macht machen einen Menschen liebenswert. Unsere Aufgabe ist es, unseren Standpunkt zu finden. Am Ende sagt Gott zwei Dinge zu ihm:

Du willst ein Wunder erleben? Sei selbst das Wunder!

Und als Bruce immer noch nicht versteht, sagt er:

Du trägst den göttlichen Funken in dir. Du hast die Gabe Freude und Lachen in die Welt zu bringen Und das ist eine Menge.

Jede/r trägt den göttlichen Funken in sich. Und damit können wir eine Menge bewegen.

Amen.

 

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

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Haike Gleede

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Mo. 26.08.13
Begrüßungsgottesdienst
Haike Gleede
Begrüßungsgottesdienst

Liebe Kinder! Liebe Gäste! Liebe Gemeinde!

„Fahre noch einmal hinaus, dahin wo das Wasser tief ist und wirf die Netze aus.“

Die anderen Fischer tuscheln miteinander: „Was soll denn das, jeder weiß dass man am Tag nichts fängt.“

Simon wendet ein: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen!“ Jesus schweigt.

 

Дорогие дети! Дорогие Гости! Дорогая община!

«Отплыви на глубину, и закинь сети свои для лова.

Остальные рыбаки перешёптываются: «Зачем? Все знают: днём нет смысла ловить.»

Симон возражается:» Учитель, мы трудились всю ночь и ничего не поймали.»

Иисус молчит.

 

Und Simon tut, was Jesus sagt.

Kaum hat er das Netz ausgeworfen, füllt es sich auch schon mit Fischen!

Simon und sein Bruder Andreas rufen ihre Kollegen, Johannes und Jakobus zu Hilfe.

Mit vereinten Kräften schaffen sie es, den Fang ins Boot zu ziehen.

Die Fischer können es kaum fassen. Solch einen Fang hatten sie noch nie. Es ist ein Wunder! Doch in die Freude mischt sich noch ein anderes Gefühl.

 

И Симон делает, что Иисус говорит.

Только что закинул сеть, уже наполняется рыбой!

Cимон и его брат Андрей призывают коллег, Иоана и Иакова, помочь им.

Вместе им удаётся выташить лов.

Рыбаки не понимают что случилось. Такой лов ! Никогда не было у них такого.

Это чудо! Но в радости и ещё другое чувство вмешается.

 

Simon fällt vor Jesus auf die Knie: „Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.“ Und Jesu Antwort: „Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fischen!“

Jakobus und Johannes, Simon und Andreas sind entschlossen, Jesus zu folgen.

Sie gehören zu den ersten Jüngern Jesu.

„Fahre hinaus, wo es tief ist“, sagt Jesus zu Petrus. „Keine Kraft mehr“, sagen die leeren Hände; „Unsinn“ sagt die Erfahrung. Und doch gehen sie das Wagnis ein.
 

Симон припадает к ногам Иисуса: «Отоиди от меня.Я человек грешный.»

И ответ Иисчуса: «Не бойся! Отныне будешь рыбак человеков!»

Иаков, Иоан, Андрей и Симон решили последовать за Иисусом.

Они были первые ученики.

«Отплыви на глубину!», говорит Иисус Симону. «Нет сил!» говорят пустые руки. «Нелепость!» говорит опыт. Но всё таки они осмеливаются следовать Иисуса.

 

Simon, der später Petrus genannt wurde, hat den Auftrag angenommen. Er ist ein Menschenfischer geworden. Fürchte dich nicht, sagt Jesus. Von nun an wirst du Menschen fischen. Du wirst Menschen gewinnen, verbinden, mit dem Netz der Fülle, die Gott schenkt. Wo Menschen zusammenhalten, aufeinander achten und mit vereinten Kräften anpacken, entsteht ein Netzwerk. Da fällt keiner so schnell heraus, da sind alle getragen und eingebunden.

 

Симон, которого потом назвали Пётр, принял поручение. Он стал рыбаком человеков. «Не бойся!» говорит Иисус. Ты будешь обретать людей, связывая их в сети полноты, которую подарит Бог. Где люди держатся вместе, присматривают друг за другом и вместе стараются -. зарожается сеть. Из этой сети никто не выпадает.

Все свзязанны и поддерживаются.

 

Die Geschichte vom Fischzug des Petrus erzählt von unvorhergesehener Fülle, wo gerade noch alle Hände leer waren. Der Reichtum liegt nicht in unserer Hand. Er liegt in unserem Herzen.

Diese Geschichte führt uns in unsere eigene Tiefe. Das Wasser, der See steht für das Unbewusste. Fische werden als geheime Wünsche und Gedanken, Träume und Sehnsüchte, gedeutet.

„Werft die Netze aus, wo es am tiefsten ist!“ sagt Jesus. Ich verstehe das so: Geht in eure eigene Tiefe. Entdeckt eure verborgenen Talente. Holt eure Sehnsüchte ans Licht. Lasst andere an euren Träumen teilhaben.

 

Этот разказ о рыбалке Петра покажет неожиданую полноту, где руки были пусты.

Богатсво не лежит в наших руках, а в наших сердцах.

История ведёт нас в нашую глубину. Вода , озеро– символ подсознания.

Рыбы можно понять как тайные желания и мысли, как мечты и тоску.

«Отплыви на глубину и закинь сети свои!», говорит Иисус. Я это так понимаю:

Ищите в свою глубину. Находите свои скрытые таланты. Выташите тоску на свет. Разделите мечты ваше между собою.

 

Der Fisch wurde zum Glaubenszeichen und zum ersten christlichen Glaubensbekenntnis.

IXTYS

Dieses Erkennungszeichen wurde nicht ohne Grund von den Christen gewählt:
Aus den Buchstaben des griechischen Wortes {lat. geschrieben: "ichthys"}
= "Fisch" lassen sich folgende Worte bilden:

Рыба стала знаком веры и первым вероисповиданием Христиан.

Рыбу как условный знак выбирали не зря.

По греческом рыба  - ихтус. Каждое буква имеет значение:

 

Die griechischen Buchstaben stehen für das, woran die Christen glauben.

Es ist das kürzeste christliche Glaubensbekenntnis:
"Ich glaube an Jesus Christus, er ist Gottes Sohn und mein Retter"
 

Буквы напоминают о том,  во что Христане верят:

Верую в Иисуса Христа, он сын божей и мой спаситель.

 

Das Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes verbindet Christen in der ganzen Welt.

Heute begrüßen wir unsere Gäste aus Gomel. Wir freuen uns auf spannende, erlebnisreiche Wochen mit euch. Der Austausch über die Grenzen hinweg ist ein großer Reichtum. Wir leben alle aus derselben Kraft und durch denselben Geist, der in der Taufe geschenkt wird.

Der Fisch steht für die Gemeinschaft derer, die sich als Gottes Kinder verstehen.

 

Признание Иисусу Христу как сына Божего соединит Людей во всём мире.

Сегодня мы приветствуем наших гостей из Гомеля.  Мы с радостью ожидаем увлекательных  и впечатлителных недель с вами. Общение между народами – это большое богатство. Мы все живём от силы и с духом Бога, подаренной  нам крешением.

Рыба символ общности тех, кто принадлежит к детям Бога.

 

Ich habe hier einen Fisch aus Teelichtern vorbereitet. Die Lichter erinnern an die Taufkerze, wie wir sie heute für Jette angezündet haben. Jesus Christus, der Sohn Gottes ist das Licht der Welt. Er macht uns zu einer starken Gemeinschaft. Als Zeichen dafür, dass wir uns als ein Teil dieser Gemeinschaft verstehen und unser Licht leuchten lassen, lade ich Euch alle ein, hier eine Kerze anzuzünden.

Während dieser Aktion wird Benjamin Faber für uns Musik machen.

 

Я приготовила здесь рыбу свечами. Свет свечей напоминает свечу крещения.

Иисус Христос, сын божей является светом мира. Он укрепляет нашу общность.

Как знак того, что мы принадлежим к этой общности, приглашаю вас всех зажечь свечку.

Amen.

 

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So. 09.06.13
2. Sonntag nach Trinitatis
Haike Gleede
2. Sonntag nach Trinitatis

Nichts ist unmöglich! Verspricht ein Werbeslogan

Bei Gott sind alle Dinge möglich! Sagt die Bibel (Mt 19,26)

 

Liebe Gemeinde!

Sind Sie auch manchmal genervt von der Werbung, die uns überall begegnet?

Ich kann mich dem gar nicht entziehen. Der Briefkasten quillt über von Werbeprospekten mit den allerneuesten Angeboten. Reklametafeln locken mit den schönsten Versprechungen. Kein Film läuft ohne Werbepause. Das nervt. Was soll das?

Wir haben doch den Trick längst durchschaut. Wer auf sich aufmerksam machen will, wer an die Leute ran will, an ihr Herz, an ihr Interesse und natürlich an ihr Geld, der macht Werbung.

Wir schalten sie weg, werfen sie achtlos ins Altpapier und hören gar nicht hin.
Und doch erreicht sie uns. Sie setzt sich im Kopf fest, gräbt sich tief in unser Unterbewusstsein.
Die Reklame verfehlt ihre Wirkung nicht. Sonst würden nicht Gelder in Millionenhöhe dafür ausgegeben.

Und nun stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen vor dem Fernseher, und auf einmal, so zwischen ‚Rama macht das Frühstück gut' und der tollsten Tütensuppe aller Zeiten sehen Sie eine Werbung der besonderen Art:
Mutter, Vater und drei Kinder und die Oma noch dazu sitzen - leicht gelangweilt - um den sonntäglichen Frühstückstisch herum, eine gewisse Ödnis und Lahmheit ist nicht zu übersehen, es wird gegähnt hier und da, lustlos in der Kaffeetasse rumgerührt, muntere Tischgespräche wollen auch nicht aufkommen so früh am Morgen, aber da: mit Elan und Tatendrang springt ins Bild die freundliche Nachbarin von gegenüber und ruft: "Schluss mit den langweiligen Sonntagvormittagen bei lauwarmem Kaffee und Aufbackbrötchen! Es muss doch mehr im Leben geben! Wir empfehlen Ihnen: Kommen Sie in unseren Gottesdienst! Kommen Sie zu Wein, Brot und Gesang, jede Woche neu, die zarteste Versuchung, seit es Sonntagvormittage gibt.“

Liebe Gemeinde,
ja es gibt wirklich mehr im Leben als das coolste Styling, dass bei jedem Wetter hält , und der Knusperwaffel, die ganz Deutschland morgens um halb zehn zu sich nimmt.
Es gibt ein Angebot, das alle Versprechen hält und dass uns stark macht.

Gott wirbt um uns. Es ist ein Liebeswerben. Und er bietet ein reichhaltiges Angebot für Leib und Seele.

" »Kommt her, wer Durst hat! Hier gibt es Wasser! Auch wer kein Geld hat, kann kommen! Kauft euch zu essen! Es kostet nichts! Kommt, Leute, kauft Wein und Milch! Zahlen braucht ihr nicht!“

 

Gott schickt Propheten.  Nicht alle glauben ihnen.

Gott schickt seinen Sohn, Jesus. Er lädt ein:

"Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!"
Längst nicht alle kommen.

Die Menschen streben nach anderen Dingen, die ihnen Ansehen verschaffen.

Die Marktschreier Gottes laden zum Festmahl der Freude.

Die Geladenen sagen ab. Die neuesten Errungenschaften müssen begutachtet werden. Die große Liebe geht vor.

Keine Zeit für Gott - zu beschäftigt, zu wichtig, zu verliebt.

Woher kommt es, dass wir die Werbung für alltägliche Belanglosigkeiten so tief in uns aufnehmen, während das Wort Gottes uns nur gelegentlich erreicht?

Gott ist der einzige Bewerber, der etwas umsonst anbietet. Ohne Hintergedanken. Kein Werbegeschenk, sondern ein echtes Geschenk.

„Kommt, Leute, kauft Wein und Milch! Zahlen braucht ihr nicht!“

Was er anbietet, ist lebenswichtig!

 

Milch ist das erste Lebensmittel, das ein Mensch und alle Säugetiere überhaupt zu essen bekommen. Sie enthält alles, was ein Mensch zum Leben braucht, es ist die geballte Lebenskraft. Milch gilt als rein und unverfälscht und von alters her als Speise der Götter.

 

Brot, Grundnahrungsmittel. Auch darin steckt ein Stück Lebenskraft. Brot gilt gleichzeitig als Gewöhnlichste und als Geheiligte Speise. Im Abendmahl wird das ganz deutlich. Jesus spricht. Das ist mein Leib.

Als solches gilt es als Lebensmittel zum ewigen Leben.

 

Wein steht für die Lebensfreude. Jesus verwandelte auf der Hochzeit zu Kana Wasser in Wein, damit das fest weitergehen konnte. Schon im AT gilt als gesegnet, wer einen Weinstock besitzt. Jesus deutet den Wein als sein Blut vergossen zur Vergebung für viele.

 

Wasser ist die Ursubstanz, aus der Leben entstanden ist. Es steht für Reinheit und Klarheit. Es löscht den Durst, reinigt und erfrischt. Es hat aber auch zerstörerische Kraft. Denken wir an die Überschwemmungen, die die Menschen in Süd- und Ostdeutschland in diesen Wochen in Atem halten. Und doch können wir ohne Wasser nicht leben.

In der Taufe wird diese Deutung übertragen. Wasser des Lebens – es steht für Gottes durchdringende Gegenwart in unserem Leben.

 

Lebenskraft, Vergebung, Segen, Freude – all das hat Gott im Angebot. Schließlich schenkt er sich sogar selbst.

Wir tun gut daran, seine Einladung anzunehmen und sein Angebot zu Herzen!

Amen.

 

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen. 

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So. 16.06.13
Gottesdienst am Kräutertag
Haike Gleede
Gottesdienst am Kräutertag

Liebe Gemeinde!

Das Hochwasser wälzt sich weiter durch Ost- und Norddeutschland.

In Schleswig-Holstein blicken die Menschen gebannt auf die Elbe.

Ebenso in Lauenburg sowie in Hitzacker in Niedersachsen.

Am Flussufer gegenüber von Lauenburg wurde ein Wasserstand von 9,53 Metern gemessen. Auch Niedersachsen kämpft gegen die Elbeflut. Die Einsatzkräfte müssen die Deiche gegen die Wassermassen verteidigen. Tausende von Helfern sind im Einsatz.

Millionen von Sandsäcken sollen die Deiche stabilisieren und die Wassermassen aufhalten. Deichläufer sind unentwegt im Einsatz.

Viele Menschen werden evakuiert, andere harren aus und versuchen den Fluten zu trotzen. Viele bangen um ihr Hab und Gut, viele verlieren ihre Existenzgrundlage.

Die Wassermassen richteten vermutlich einen Schaden in Milliardenhöhe an.

Das Jahrhunderthochwasser hält Deutschland in Atem. Dies sind Nachrichten der vergangenen Wochen.

Die Bilder und Berichte aus den betroffenen Gebieten erinnern an die biblische Sintflut. Die endet mit einem Versprechen.

Als Noah aus der Arche steigt, baut er einen Altar. Er lobt Gott. Und Gott verspricht:

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Das bedeutet: Nie wieder wird Gott das Leben auf der Erde vernichten. Der Lebensrhythmus macht Leben möglich.

Es bedeutet jedoch nicht, dass es keine Unwetter, Dürrezeiten oder andere Naturkatastrophen mehr geben wird. Die Menschen sind ein Teil der Schöpfung. Sie Leben von der Natur und mit ihr. Es ist wichtig, die Naturgewalten aufmerksam zu beobachten und zu respektieren.

Es wird auf dieser Erde immer vieles gleichzeitig geben. Naturkatastrophen und wunderschöne, einladende Landschaften. Freude und Leiden; Lachen und Weinen; Geburt und Tod, Unglück und Glück – es gibt alles gleichzeitig auf dieser Welt.

Wir feiern heute Kräutertag und 10 Jahre Bibelgarten. Wir machen uns bewusst, was für ein Geschenk es ist, was für eine Gnade hier auf diesem Fleckchen Erde zu leben. Gleichzeitig denken wir an die Menschen in Süd- und Ostdeutschland, die in den Fluten ausharren und die Hoffnung nicht aufgeben. Und an die vielen Helfer, die unermüdlich im Einsatz sind.

Dennoch lassen wir uns unser Fest nicht nehmen. Wir feiern die Natur, die sich uns hier in all ihrer Pracht entfaltet, die wir tagtäglich genießen dürfen.

Die Natur hat viele Gesichter, so wie Gott sich in unterschiedlicher Weise offenbart und seine Farbtupfer ins Leben setzt. Manchmal ziehen dunkle Gewitterwolken auf, aber niemals malt er das ganze Bild schwarz. Er lässt Lichtblicke offen, setzt seinen Bogen in den Himmel. Er entsteht, wenn Sonnenstrahlen auf Regentropfen treffen.

„Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig.

Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.“

Der Regenbogen - ein Symbol voller Botschaften:

Der Bogen schafft eine Verbindung. Wir sind miteinander verbunden.

Seine Farben sind faszinierend und schön. Sie reflektieren das ganze Farbspektrum. Alle Farben sind darin enthalten, auch wenn wir sie nicht alle wahrnehmen können. Genau so ist Jesus das Prisma für unser Leben. Durch ihn hindurch erstrahlt das Leben in seiner ganzen Fülle. Nicht alle Facetten nehmen wir wahr und doch ist er darin gegenwärtig.

Durch Menschen setzt Gott Hoffnungsschimmer ins Bild.

Da gibt es Menschen, die helfen. Menschen, die spenden. Menschen, die beten. Menschen, die trösten. Menschen, die darüber nachdenken, wie es nach der Flut weitergehen kann. Niemand ist allein und das Schicksal eines Menschen lässt uns nicht kalt.

Die Farben des Regenbogens erzählen vom Leben, von allem, was Gott uns in seiner Schöpfung schenkt.

Rot - Eine kraftvolle Farbe, die an Feuer und Leidenschaft erinnert. Es ist die Farbe des heiligen Geistes. Die Farbe des Herzens, das bereit ist, seine Liebe im Übermaß zu verschenken. Rot ist die Liebe, heißt es. Die Bibel sagt: Gott ist die Liebe. Als Liebende sind wir ein Teil von ihm. Rot wie Blut – Jesus vergoss sein Blut am Kreuz, so offenbarte er seine Liebe zu uns.

Gelb - wie die Sonne, ohne deren Licht wir im Dunkeln tappen. Christus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Darum ist die hell strahlende Sonne ein Symbol für ihn. Tage wie diese, an denen wir Gottes Segen bewusst empfangen und uns über unser Leben freuen, sind in der Erinnerung Sonnentage des Lebens.

Gelb ist die Farbe der Ewigkeit.

Orange - verbindet das Rot der Liebe mit dem gelb der Sonne. Es ist wie eine brennende Flamme, die niemals erlöscht. Feuer und Flamme sein für eine Sache – das bringt Wärme und Lebensenergie.

Grün: entsteht aus Blau und Gelb. Sonne und Wasser sind nötig, damit das Leben auf der Erde möglich ist. Gott hat Noah versprochen, dass „nicht aufhören wird Sonne und Regen, Frost und Hitze, Saat und Ernte.“ Grün steht für die Natur, das Wachstum und die Fruchtbarkeit.

Grün ist die Hoffnung, die uns mutig das Leben annehmen lässt.

Hellblau – wie der Himmel. Das ist der Ort, wo wir Gott vermuten. Aber er wohnt gleichzeitig in unseren Herzen. Der Himmel ist das Firmament das unsere Erde umgibt. Blau ist Luft zum Atmen und das Wasser des Lebens. Als Getaufte gehören wir zu den Jüngern/innen Jesu, die Gottes Liebe in die Welt tragen.

Blau steht für Treue und Wahrheit.

Dunkelblau - wie die Träume und der Nachthimmel. Die Zeit der Ruhe, die uns geschenkt ist. Dunkelblau ist die Farbe der Ruhe und des Friedens.

Die Dunkelheit macht auch Angst. Darum ist es so wichtig, dass wir Gottes Zusage im Herzen tragen, dass auf jede Nacht ein neuer Morgen folgt. Jesus ist auferstanden. Seitdem erleuchtet das ewige Licht Gottes unser Leben.

Christus spricht: „Wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Violett - zu gleichen Teilen aus Rot und Blau gemischt, ist die Farbe der Besonnenheit, der Leidenschaft und des Gleichgewichtes zwischen Himmel und Erde. Es ist auch die Farbe der Dreieinigkeit Gottes: Rot steht für den heiligen Geist, Blau für Gott Vater im Himmel und violett für die Passion Jesu, durch die wir alle gerettet sind. Es ist eine heilige Farbe, die Farbe der Buße und der Vergebung. Und sie hat heilende Kraft. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass viele Heilkräuter violett blühen? Salbei, Thymian, Minze.

 

Sieben Farben hat der Regenbogen. Die Sieben symbolisiert Vollkommenheit und Ganzheit.

Der Regenbogen ist ein tiefes Symbol für das Urvertrauen in das Leben. Er verbindet die Menschen weltweit miteinander und er verbindet das Leben auf der Erde mit Gott.

 

In einem irischen Segen heißt es:

Sieben Engel in den Lüften tragen des Zimmermanns Arbeitskluft.

Sieben Engel bauen in Gottes Namen eine Brücke.

Eine starke Brücke, die nicht bricht,

eine starke Brücke, die nicht zusammenfällt,

eine starke Brücke, die keine Flamme verzehrt.

Wie der Regenbogen als Zeichen des Friedens die Enden der Erde verbindet, mögen auch Leib und Seele verbunden sein in Einklang und Harmonie mit Schöpfer und Schöpfung.

So mögen wir alle untereinander verbunden sein mit allen Menschen dieser Erde.

Amen.

 

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

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